Video killed the Video Site

Beim Schreiben des Artikels „Gehört: Balance pres. Hannes Bieger“ suchte ich nach Videos zum Thema „Musik mit Synthesizer“, als Referenz. Eine Suche auf Google brachte: eine Menge Links auf Youtube.

Nun gut, nicht überraschend, immerhin sind Google und Youtube Schwesterfirmen, natürlich hilft man sich.

Also probiert mit Bing und DuckDuckGo. Aber Überraschung, Überraschung — oder auch nicht: auch hier lediglich dutzende Videos auf Youtube in der Trefferliste. Irgendwo steckt noch ein TikTok-Video dazwischen, aber das war es auch schon mit der Vielfalt.

Mir wurde erklärt, Text zu lesen ist oldfashioned, der moderne Mensch guckt (sic!) Videos, Videocasts statt langweiliger Textwüsten. Textwüsten gibt es aber tatsächlich noch aus vielfältigen Quellen, große Internetpräsenzen von Medienhäusern, kleine Blogs, Webseiten von Vereinen und Enthusiasten. Hunderttausende Server stehen bereit, nicht zentral kontrolliert, um Artikel zu verschiedensten Themen den Lesern zur Verfügung zu stellen.

Beim Numero Uno Medienformat des Massenkonsums, insbesondere für junge Menschen, scheint zumindest oberflächlich ein Monopol zu herrschen. Oder zumindest ein Oligopol bestehend aus Youtube und den Social Media Plattformen für kürzere Werke.
Unter die Oberfläche gehen nur die wenigsten.